Grundsatzziele


Unsere pädagogische Arbeit
Die Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit sind das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz, die Ausführungsverordnung und der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), in dem die Basiskompetenzen und die Bildungsbereiche mit ihren Zielen festgelegt sind.


1. Basiskompetenzen
Die Welt wird immer komplexer, schwieriger und die Anforderungen an Menschen immer höher. Die Kinder müssen dafür gewappnet sein. Deshalb ist es wichtig, dass sie Basiskompetenzen erlangen. »Basiskompetenzen« sind grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten, Haltungen und Persönlichkeitscharakteristika. Sie sind grundlegend für Erfolg und Zufriedenheit in Kindergarten, Schule, Beruf, Familie und Gesellschaft.

Personale Kompetenz
Beispiel: Die Kinder können auf der Wiese Naturmaterial sammeln und daraus im Haus für Kinder ein »Wiesenbild« gestalten. Ein Kind, das dies nicht wollte, kann auch nichts gestalten und lernt, dass es das nächste Mal auch sammelt. Dies ist aber seine eigene Entscheidung.

Soziale Kompetenz
Beispiel: Wir haben drei Becherlupen zur Verfügung, sechs Kinder möchten diese gleichzeitig haben: Sie müssen sich miteinander auseinandersetzen, um zu einer Lösung zu kommen.

Lernmethodische Kompetenz
Beispiel: Wir gehen mit den Kindern auf die Wiese und stellen ihnen Lupen, Behälter und Lexika usw. zur Verfügung. Die Kinder bekommen Impulse und Anreize zum Forschen und Ausprobieren. Das pädagogische Personal unterstützt sie dabei.

Resilienz (d.h. die Fähigkeit, sich gegen widrige Umstände zu entwickeln)
Beispiel: Nachbereitung der Naturtage im Kreis. Ein Kind, das am Wiesentag nicht teilhaben wollte und sich folglich nicht in der Gesprächsrunde äußern konnte, muss lernen, mit diesen Emotionen umzugehen.


2. Bildungsbereiche
Alle Bildungsbereiche werden in unserer Kindertagesstätte altersgerecht gefördert.

Naturwissenschaft und Technik
Kinder haben Freude am Beobachten, Erforschen und Experimentieren und erhalten hier in der KiTa die Möglichkeit, sich verschiedene Zugänge zum naturwissenschaftlichen/ technischen Bereich zu erschließen.

  • sachgerechter Umgang mit Werkzeug
  • Umweltvorgänge beobachten (Licht und Schatten / Jahreszeiten)
  • Temperatur messen(Innen, außen)
  • Auseinanderlegen einer alten Schreibmaschine
  • Eigenschaften verschiedener Stoffe kennenlernen (was schwimmt im Wasser, was nicht)
  • erste Hämmerversuche (Nagelbild gestalten)
  • Tür auf- und zumachen
  • Blätter sammlen
  • altes Telefon auseinander legen
  • Luftballon fliegt

Sozialkompetenz
In unserer Einrichtung haben die Kinder die Gelegenheit Beziehungen aufzubauen die sich durch gegenseitigen Respekt auszeichnet
Förderungen der sozialen Kompetenzen

  • Vertrauensaufbau
  • in die Gruppe integrieren

    Fähigkeit zur selbständigen Konfliktlösung

  • Soziale Verantwortung (Rücksicht, Mitgefühl)
  • Rollenspiele

    Religiosität/Werteorientierung
    Durch die religiöse Bildung möchten wir, dass sich die Ganzheitlichkeit des Kindes entfalten und wachsen kann. Unser Orientierungsrahmen ist

    • verstehen und verstanden werden
    • Bergen und Geborgen sein
    • scheitern und gelingen
    • Vertrauen und Mut
    • Hoffnung und Liebe

    Wir vermitteln den Kindern christliche Werte in denen gegenseitige Rücksichtnahme sowie gegenseitige Wertschätzung Schwerpunkte sind.

    Im Tagesablauf erleben die Kinder dies durch

    • Morgengebet (mit Osterkerze)
    • Tischgebet
    • religiöse Lieder und Geschichten
    • Kinderbibelwochen mit Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament ganzheitlich erleben
    • Rollenspiele
    • religiöse Feste im Jahreslauf
    • Hilfe in traurigen Situationen

    Umwelt
    Da eine gesunde Umwelt lebenswichtig ist, führen wir die Kinder zu einem verantwortungsvollem Umgang mit unserer Umwelt und diese dabei mit allen Sinnen wahrzunehmen. Dazu gehören unter anderem

    • erfahren, dass Wasser kostbar ist
    • Umwelt und Naturvorgänge bewusst wahrnehmen und beobachten
    • Abfall trennen
    • Waldwoche
    • Gartenarbeiten und dabei Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren entdecken Experimente
    • tägliche Blumenpflege....

    Mathematische Lernprozesse

    • Mathemathische Ecke (Gruppenraum)
    • Umgang mit Zahlen
    • Teewagen herrichten - abzählen von Tellern und
    • Tassen

    Vorwärts- und rückwärts gehen und klettern ist Grundlage für Addition und Subtraktion

    Im mathematischen Bereich nutzen wir den natürlichen Forscherdrang des Kindes um Zahlen, Mengen und geometrische Formen zu vermitteln.

    Formen

    • Sammeln von Raumerfahrung (Formen ertasten und sortieren)
    • Turmbauen
    • Mengenwahrnehmung (viel - wenig)
    • Einschenken von Tee in Tassen
    • Sandeimer füllen
    • Umgang mit Konstruktionsmaterial

    Ästhetik
    bildernische und kulturelle Bildung

    • Kennenlernen fremder Kulturen

    Im Elementarbereich nimmt die ästhetische Bildung einen hohen Stellenwert ein, sie ist vor allem die Bildung von sinnlicher Wahrnehmung und Kreativität.

    • Stärkung der Kreativität (malen, schneiden, kneten)
    • Lernen durch Sinneswahrnehmung (tasten, hören, sehen, riechen), Taststraße

    Sprachmedien

    • Sprachfördernde Ecke (Gruppenraum)
    • Technische Medien (Sprachprogramm am Computer)
    • Die Schlaumäuse
    • Auditive Medien (Kasette und CD)
    • Förderung der phonologischen
    • Bewusstheit

    Die Sprache ist eine wesentliche Voraussetzung f ür ein gesellschaftliches kulturelles Leben.

    • Interesse an der Sprache wecken
    • Fingerspiele, Reime, Kniereiter
    • Bilderbücher betrachten und vorlesen
    • Lieder, Kreisspiele
    • verbale Konfliktlösungen

    Musik

    • Instrumente kennenlernen
    • gemeinsam Lieder singen
    • Lieder und Geschichten mit Instrumenten begleiten Taktgefühl entwickeln
    • Basteln von Musikinstrumenten
    • Musik hören und verstehen

    Die Kinder erleben die Musik als einen festen Bestandteil in unserem Alltag. Sie erfahren dabei das Singen Spaß macht.

    • Auszeichnung durch den Deutschen Sängerbund: »Felix«
    • Bewegungslied

    Bewegung

    • Tänze
    • Verschiedene Sport- Rhythmikgeräte kennenlernen
    • Wir-Gefühl stärken
    • Teamgeist entwickeln
    • Fördern der Grob- und Feinmotorik
    • Kraft, Schnelligkeit

    Die Bewegungserziehung ist für die körper­liche und geistige Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung.

    • Freispielzeit-Kinder dürfen Turnhalle nutzen
    • wöchentliche Bewegungsstunde
    • Bewegungsbaustelle

    Gesundheit

    • Zahn und Mundpflege, lernen Zähne zu putzen
    • Hände waschen
    • Kochen
    • Sauberkeitserziehung
    • gesunde Ernährung
    • wann bin ich müde, wann bin ich satt
    • Backen
    • Die Kinder sollen lernen, Eigenverant­wortung für ihren Körper zu übernehmen.

    ... Einige Worte zu einem wichtigen Thema:
    Pflege und Sauberkeitserziehung

    Pflegemaßnahmen im Kleinkindalter nehmen einen hohen Stellenwert ein und tragen zum Wohlbefinden der Kinder bei. Die Sauberkeitserziehung beginnt schon beim täglichen Wickeln. Dies geschieht immer nach Bedarf, sowie nach dem Frühstück, nach dem Mittagessen und - für Kinder, die einen Mittagsschlaf halten – nach dem Aufstehen.
    Je nach Alter und Fähigkeit werden die Kinder angehalten, schon selbstständig mitzuhelfen, ihre Windel zu öffnen bzw. zu schließen. Später können sie eigenständig entscheiden, ob sie das Töpfchen oder die Toilette benutzen möchten. Schrittweise verlassen wir immer mehr den Wickeltisch und nehmen den Kindern die Windel im stehen ab oder machen sie dran.
    Zur Sauberkeitserziehung gehört auch das selbständige Hände- und Gesichtswaschen. Dort machen die Kinder wichtige Erfahrungen:

    • Wie öffne und schließe ich den Wasserhahn?
    • Was passiert mit der Seife wenn ich die Hände aneinander reibe ?
    • Kennenlernen der Körperteile
    • Wo ist mein Handtuch, an dem ich mich abtrocknen kann.

    »Das Sauberwerden« kann längere Zeit dauern, aber auch in ganz kurzer Zeit abgeschlossen sein, denn »jedes Kind hat sein eigenes Tempo«.
    Zusammen mit den Eltern entscheiden wir den Zeitpunkt zum Abgewöhnen der Windel.
    Für die »windelfreie Zeit« ist es sinnvoll:

    • den Body durch Unterhose und Hemd zu ersetzen
    • genügend Wechselsachen dabei zu haben
    • Ideal sind auch »Höschenwindeln«, aber erst, wenn das Kind schon die Toilette benutzt.
    • Kleidung (Hosen), die leicht zu öffnen und zu schließen sind.

    Während dieser Zeit geben wir den Kindern Sicherheit und viel Anerkennung. Sollte doch einmal etwas »daneben« gehen, ermutigen wir die Kinder. - Wir beraten Sie gerne.

    Unterstützen auch Sie zu Hause das Kind beim täglichen »Sauberwerden« durch:

    • einen Kindereinsatz für das WC
    • oder einen Fußschemel, der das Hinaufkommen erleichtern soll und zusätzlich Halt für die Füße bietet.